Ja, ihr Lieben, willkommen zurück zu einem weiteren Einblick in die wundervolle Welt der Selbstoptimierung. Heute tauchen wir tief ein in ein Thema, das so allgegenwärtig ist wie nervige Influencer auf Instagram: Positives Denken und Affirmationen.

Auto-generated description: A woman with blonde hair gives a thumbs-up and smiles at herself in the mirror.

“Ich bin reich, ich bin schön, ich bin unwiderstehlich…” – Und ich wache jeden Morgen in der Realität auf

Lasst uns ehrlich sein. Wer von uns hat noch nie vor dem Spiegel gestanden und sich mantramässig eingeredet, dass heute ein fantastischer Tag wird? Und wer von uns hat dann nicht doch den Kaffee verschüttet, den Bus verpasst und eine E-Mail vom Chef bekommen, die so freundlich war wie ein Stachelrochen?

Affirmationen sind ja schön und gut. Aber ich frage mich, ob mein Bankkonto auch Affirmationen akzeptiert, wenn ich die Rechnungen nicht zahlen kann. “Ich bin reich, ich bin reich, ich bin reich…” – vielleicht sollte ich das mal ausprobieren.

Positives Denken: Die rosarote Brille für Realitätsverweigerer?

Ich will ja nicht den Spielverderber spielen, aber manchmal habe ich das Gefühl, positives Denken ist wie das Überdecken von Schimmel mit Farbe. Klar, es sieht erstmal besser aus, aber das Problem ist immer noch da. Und irgendwann kommt der Punkt, da bröckelt die Fassade und der Schimmel lacht dich aus.

Es ist ja nicht so, dass ich gegen gute Laune wäre. Aber dieses zwanghafte “Alles ist super”-Getue geht mir manchmal gehörig auf die Nerven. Darf man denn nicht auch mal schlecht drauf sein, ohne gleich als negativer Nörgler abgestempelt zu werden?

Mein Fazit: Ein bisschen Realismus hat noch niemandem geschadet

Versteht mich nicht falsch. Ich glaube schon, dass eine positive Grundeinstellung wichtig ist. Aber ich glaube auch, dass es wichtig ist, die Realität nicht aus den Augen zu verlieren. Manchmal ist das Leben einfach nur Mist. Und das ist okay. Man muss nicht jeden Tag mit einem erzwungenen Lächeln herumlaufen.

Also, lasst uns die Affirmationen und das positive Denken vielleicht einfach mal mit einer gesunden Portion Realismus würzen. Und wenn alles nichts hilft, dann hilft vielleicht ein großes Stück Schokolade. Oder zwei. Oder die Flasche Wein, die schon lange im Regal liegt. Prost! Auf die Ehrlichkeit!